Wegen dir bekomm ich die Krise

22.11.2025

Unser Planet brennt – doch während die bürgerliche Klimapolitik weiterhin an die Eigenverantwortung der Bevölkerung appelliert und auf Individualkritik setzt, giessen Supereiche durch ihren Ressourcenverbrauch weiter Öl ins Feuer. Die Klimakrise betrifft uns alle, doch nicht alle tragen die gleiche Verantwortung. Während immer mehr Menschen ihre Stromrechnungen kaum noch bezahlen können, verbrennen Superreiche Energie und damit Ressourcen im Wert ganzer Länder. Für was? Ihren eigenen Profit!

Krypto ist für den Kanton Zug längst kein Fremdwort mehr. Der Kanton will sich nicht nur mit tiefen Steuern, sondern auch als «Krypto-Valley» einen Namen machen. Neben einer Reihe von Tech-Unternehmen ist hier auch Bitcoin-Millionär Niklas Nikolajsen ansässig, dessen Vermögen aus dem Handel mit Kryptowährungen stammt.

Kryptowährungen wurden einst als alternative Währungs- und Zahlungssysteme konzipiert. Heute werden sie fast ausschliesslich für Investitionen und Spekulation verwendet – und haben im Alltag einen vernachlässigbaren Nutzen. Mit einer Ausnahme: ihrem verheerenden Einfluss auf das Klima. Der Betrieb und Handel mit Kryptowährungen verschlingen enorme Ressourcen. Eine einzige Bitcoin-Transaktion verursacht 731 Kilogramm CO2. Der Stromverbrauch des Bitcoin-Netzwerks wird auf rund 130 Terawattstunden pro Jahr geschätzt – so viel wie Österreich und der Schweiz zusammen.

Kryptowährungen und deren Handel verschlingen Ressourcen, die unser Planet schlicht nicht hat. Von Jahr zu Jahr werden die Sommer heisser und Dürren plagen grössere Regionen. Doch während Superreiche sich mit der Zerstörung unserer Lebensgrundlage eine goldene Nase verdienen, bleiben die Kosten an der Bevölkerung hängen. Die Klimakrise ist die grösste Herausforderung unserer Zeit – und nichts ist dringlicher als die notwendigen Mittel bereitzustellen, um diesen Notstand zu bekämpfen. Aber die Kosten davon müssen von den Verursacher*innen – Superreiche wie Nikolajsen – getragen werden, nicht von der breiten Bevölkerung.

Genau das fordert die Initiative für eine Zukunft. Eine nationale Erbschafts- und Schenkungssteuer von 50% mit einem Freibetrag von 50 Millionen Franken. Betroffen während in der ganzen Schweiz etwa 2'000 Personen. Dennoch wurden jährlich ca. 6 Milliarden Einnahmen generiert werden, die dann für die sozial gerechte Bekämpfung der Klimakrise verwendet werden können, um so der Bevölkerung ökologisches Wohnen, Arbeiten und Leben zu ermöglichen. Nicht auf den Kosten der breiten Bevölkerung, sondern der Verursacher*innen. Denn aktuell erhalten sie den Profit, während wir die Krise bekommen. Wenn wir die Superreichen nicht für den von ihnen angerichteten Schaden zur Kasse bitten, zahlen wir alle den Preis – mit unserer Zukunft.