Lancierung Wohnrauminitiative

20% bezahlbarer Wohnraum in 20 Jahren

An der heutigen Pressekonferenz informierten die beiden Zuger Jungparteien (Junge Alternative und Juso) über die Lancierung ihrer gemeinsamen kantonalen  Volksinitiative für mehr bezahlbaren Wohnraum. Damit soll der schleichenden „Entzugerung“ ein Riegel geschoben werden und Wohnraum auch für den Mittelstand weiterhin erschwinglich sein.

Eine gemeinsame Initiative der beiden Zuger Jungparteien ist ein absolutes Novum, was einen bei der brisanten Thematik jedoch nicht feierlich stimmt. Die Lage auf dem Zuger Wohnungsmarkt ist prekär: Während Bauland und Wohnraum immer knapper werden,  sind die Preise für den Boden und für Mietwohnungen in den letzten Jahren auf ein unermesslich hohes Niveau gestiegen.

20 Prozent bezahlbarer Wohnraum in 20 Jahren

Um den dramatischen sozialen Verdrängungsprozess zu stoppen und eine Trendwende in der Zuger Wohnungspolitik einzuleiten, soll mindestens jede fünfte Wohnung im Kanton preisgünstig vermietet werden. Die Politik hat jahrelang zugeschaut, wie die Mieten in Zug durch die Decke schossen und Zuger aus ihrem Kanton verdrängt wurden. Nun ist es Zeit für ein politisches Umdenken. Mit dieser Initiative liegt ein effektives Mittel vor, um in Zug wieder für mehr erschwinglichen Wohnraum zu sorgen.

Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser

Die Initiative verlangt nebst den 20% bezahlbaren Wohnraum auch einen zweijährlichen Bericht über die aktuelle Situation und die Erfolge seitens der Regierung und der Gemeinden. Zudem schlägt die Initiative die Erarbeitung eines Massnahmenkataloges vor, wo zum Beispiel bei Neueinzonungen oder Umzonungen mit einem genügend grossen Anteil an bezahlbarem Wohnraum, Ausnützungszuschläge ermöglicht werden können.

Den Initianten ist es ein grosses Anliegen, dass insbesondere junge Menschen und Familien mit Kindern sowohl aus den einkommensschwächeren Schichten als auch aus dem Mittelstand sollen weiterhin eine Heimat im Kanton Zug haben können und damit eine langfristige Entwicklung von Zug gesichert bleibt.DSC_0253

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