Hetze trägt Früchte

Letzten Samstag hatte die SP einen Stand auf dem Bundesplatz. Da so viele SPler dort waren, wollte ich mit ein paar JUSOs am See und auf dem Landsgemeindeplatz Flyer verteilen und der SVP bei ihrem pseudo-traditionellen Umzug (pseudo, weil es in der Stadt Zug keine Tradition ist) einen Besuch abstatten. Geschockt mussten wir feststellen, was jahrelange Hetze gegen Linke, AusländerInnen und Asylsuchende anrichtet. So wurden wir als Arschlöcher, wir Frauen als unnütze Weiber und Kantonsrat Rupan Sivaganesan (der nicht dabei war) als Neger beschimpft. Wir waren friedlich, hielten Abstand zur SVP-Schar und verteilten nur wenige Flyer an die wenigen Schaulustigen. Doch unsere Anwesenheit war für den Herrn schon zu viel, so dass er mir meine Flyer unsanft entreissen wollte.

Ich finde es traurig, dass mich jemand, der sich mir gegenüber so daneben und unanständig verhält, aus der Schweiz weisen will, weil „wir Linken“ das Land angeblich kaputt machen würden. Dabei sind nicht wir die, die gegen sozial Schwächere und Andersdenkende hetzen und wir sind auch nicht die, die Fakten verdrehen und wir sind schon gar nicht die, die die Sozialsysteme abbauen wollen. Das macht die SVP und wir Linken wehren uns dagegen.

Anna Spescha, Co-Präsidentin JUSO Zug

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